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"Der Schuh des Manitu" Workshop-Präsentation in Berlin, mit Michael "Bully" Herbig (l.) und Produzent Joop van den Ende Foto: Stage Entertainment
Die Handlung:
Irgendwo im Wilden Westen: Apachen-Häuptling Abahachi und sein weißer Blutsbruder Ranger reiten durch die Prärie. Schon viel zu lange sind sie auf der Suche nach einem
geeigneten Stamm-Lokal für den Stamm der Apachen. Fündig werden sie ausgerechnet dort, wo die Schoschonen schön wohnen. Bereits kurze Zeit später sind sie mit dem
geliehenen Gold von Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf dem Weg zu ihrem neuen Saloon, als sie plötzlich in die Falle des Immobilienmaklers Santa Maria tappen. Ehe sich
die beiden Freunde versehen, finden sie sich am Marterpfahl ihres Kreditgebers wieder. Der fiese Banditenchef hat sich nicht nur mit dem Gold aus dem Staub gemacht, sondern
auch noch hinterrücks den Schoschonen-Häuptlingssohn Falscher Hase erschossen und die Spur auf Abahachi und Ranger gelenkt. Eine Gesamtsituation, mit der Ranger sehr unzufrieden ist:
Ranger: Ich hab die Schnauze voll. Seit 16 Jahren immer des gleiche Schema. Jeden zweiten Tag san mir irgendwo gefesselt! Abahachi: Was hast denn du in letzter Zeit?
Ranger: Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden. Abahachi: Warum?
Ranger: Ist dir eigentlich klar, was wir den ganzen Tag machen? Grundloses Anschleichen, stundenlanges Spurenlesen und völlig sinnlos nebeneinander her reiten!
Abahachi: Dafür san mir viel draußen an der frischen Luft…
Ranger: Glaub nicht, dass ich mir das länger anhöre, dieses Gedöns von Blutsbrüderschaft, Freiheit und Friedenspfeifen, ich reite nirgendwo mehr hin!
Doch dann hat Abahachi einen Geistesblitz: um die Schulden zu bezahlen, muss er nur den Schatz finden, von dem ihm sein Opa Grauer Star früher erzählt hat. Die Schatzkarte
wurde damals in vier Teile geteilt. Abahachi erinnert sich, wer neben ihm einen weiteren Teil der Karte besitzt: sein schwuler Zwillingsbruder Winnetouch. Plötzlich lösen sich
die Fesseln am Marterpfahl und die beiden Blutsbrüder reiten in Richtung Puder Rosa Ranch – der Beauty-Farm von Winnetouch. Dass die Schoschonen stocksauer sind war zu
erwarten. Aus Rache graben sie - in Ermangelung eines Kriegsbeils - den Klappstuhl aus und nehmen - in Ermangelung an Pferden - zu Fuß die Verfolgung auf. Auch Banditen
-Boss Santa Maria und seine üblen Jungs haben ein spürbares Verlangen nach dem verborgenen Schatz und heften sich Abahachi und Ranger an die Hufen.
Auf der Puder Rosa Ranch ist die Wiedersehensfreude groß.
Winnetouch: So, und jetzt sag amal, wer ist überhaupt der gut aussehende junge Mann, den du mir da mitgebracht hast? Magst uns nicht einmal vorstellen?
Abahachi: Zwillingsbruder Winnetouch – Blutsbruder Ranger – Blutsbruder – Zwillingsbruder … Winnetouch: Noch a Bruder! Wollt’s an Prosecco?
Winnetouch hat seinen Teil der Schatzkarte noch und kann sich auch erinnern, wer die anderen Teile hat: der Grieche Dimitri und die sexy Bardame Uschi. Nachdem Ranger und
Abahachi Winnetouch einen Crashkurs in indianischer Grundausbildung gegeben haben, damit dieser als Abahachi die Verfolger täuschen kann, machen sie sich auf den Weg,
um die anderen Schatzkartenbesitzer zu finden.
Abahachi spürt seinen alten Kumpel Dimitri in einer Taverne auf, und Ranger erliegt zeitgleich im feinen Rosewell City Uschis unübersehbaren Reizen. Liebestrunken erzählt er
ihr, wer die anderen Schatzteile hat – vor den Ohren von Santa Maria. Mit Ranger und Uschi im Schlepptau macht er sich auf den Weg zur Puder Rosa Ranch, zu der mittlerweile
auch Abahachi und Dimitri aufgebrochen sind. Dort angekommen trauen sie ihren Augen nicht: Hombre, Santa Marias gefährlichster Mann, planscht verzückt mit Winnetouch in
der Badewanne. Doch nicht mal dieser Anblick kann Santa Maria aufhalten: er will den Schatz und weiß, wo er begraben liegt: beim Schuh des Manitu. Er schnappt sich
kurzerhand Uschi, sperrt die vier Freunde ein und zündet die Beauty-Farm an. Doch dieses Stück braucht dringend ein Happy-End: Abahachi, Ranger, Winnetouch und Dimitri
entkommen und es kommt zum großen Showdown am Schuh des Manitu …
Der Schuh des Manitu - vom Film zum Musical
Der Filmerfolg
Der Schuh des Manitu wurde 2001 zum erfolgreichsten deutschen Kinofilm. Fast 12 Millionen Besucher ließen sich allein in Deutschland von der anarchischen Persiflage auf das
Western-Genre begeistern. Produzent, Regisseur, Autor und Hauptdarsteller Michael Bully Herbig erhielt für seinen Kinofilm zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen
sowie den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Comedypreis als „Beste Komödie“ und einen Bambi.
Die Treffsicherheit und die Professionalität, mit der Stilelemente der Karl-May-Verfilmungen und der Italo-Western aufgenommen und überraschend umgesetzt wurden, machten
und machen den enormen Erfolg des Filmes in erster Linie aus. Schlagfertig, temporeich und voller Wortwitz parodiert der Film das altbekannte Western-Klischee.
Die Idee zum Musical
Eine gute Musical-Komödie braucht eine Geschichte, die den Nerv der Zeit trifft. Eine Story, die, wenn auch nicht mit eigenen Erlebnissen so doch mit eigenen Erinnerungen,
Träumen und Emotionen spielt.
Die Abteilung International Product Development in Holland, unter der Leitung von Ulrike Bürger-Bruijs, ist ständig auf der Suche nach genau diesen besonderen Stoffen, die
Menschen berühren oder zum Lachen bringen, die ihre Fantasie anregen und beste Unterhaltung bieten.
Musicalfan Michael Bully Herbig seinerseits war auf der Suche nach einem erfahrenen Unternehmen, das in der Lage ist, seinen Film Der Schuh des Manitu professionell und in
großem Stil auf die Bühne zu bringen und dabei Komik, Charme und Temperatur seines Werks beizubehalten.
Die Idee, aus dem witzigen Stoff mittels der Möglichkeiten des Theaters - der Musik, der Choreographie und des Live-Erlebens - eine originelle Musical-Komödie zu machen, hat
alle überzeugt. Nun wird am 7. Dezember 2008 im Theater des Westens die Weltpremiere des wilden Musicals Der Schuh des Manitu im Theater des Westens stattfinden.
Dazu Michael Bully Herbig: „Nach sieben Jahren am Marterpfahl werden Abahachi und Ranger nun endlich zum Singen gebracht! “
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